Es ist echt zum Mäuse melken! Manchmal bin ich ganz baff, dass Menschen sich weigern, ihre Ziele festzuschreiben. Nicht bewusst, es ist eher eine intuitive Vermeidungsstrategie. Spreche ich sie darauf an, eiern sie herum. Dabei vermeiden sie vor allem eines: zu sagen, was genau sie bis wann erledigt haben werden. Dann hab ich mich gefragt, warum das so ist.

Wir vermeiden, womit wir schlechte Erfahrungen gemacht haben

Werden Ziele häufig nicht erreicht, empfinden wir das als versagen. In unserer (deutschen) Gesellschaft ist das etwas fürchterliches, Fehler zu machen oder etwas nicht zu schaffen. (Die Angst, sein Ziel (nicht) zu erreichen) Also wollen wir, dass niemand es mitbekommt, wenn wir ein Ziel nicht erreichen. Entweder setzten wir uns vorsichtshalber keines („Das schaff ich sowieso nicht“) oder wir sagen es keinem. Gleichzeitig nagt es aber auch an unserem Selbstbewusstsein, dem wir auf diese Weise immer wieder zuflüstern „Ich bin nicht gut genug“.

Andererseits können wir unser Selbstbewusst durch das Erreichen von Zielen stärken.

So steigst du aus dieser Abwärtsspirale aus

Dafür ist es notwendig, als erstes anzuerkennen, dass man versucht hat, der Zielsetzung aus dem Weg zu gehen und warum.

Wer immer das Gleiche tut bekommt immer wieder dieselben Ergebnisse.

Daher ist es im zweiten Schritt wichtig, die Herangehensweise an das Ziel zu ändern.

 

Überlege einmal kurz, wie du bisher an ein Ziel heran gegangen bist.

Ich vermute, eher intuitiv. Du hast dir etwas überlegt, was du machen willst. Du hast dich gefreut über deine Idee, deinen „Plan“, und dir den nächsten Schritt überlegt. Und dann hast du loslegt.

Und an irgendeiner Stelle wurde es schwierig. Du konntest dich vielleicht nicht aufraffen, wusstest nicht, wie du weiter machen solltest. Hilfe, die du erwartet hast, ist nicht gekommen oder dein Umfeld hat dein Projekt in Frage gestellt. Oder, du hattest auf einmal Verschieberitis.

Dein Unterbewusstsein hat dafür gesorgt, dass immer irgendwas dazwischen kam.

Der bewusste Weg zum Ziel

Schau dir dein Ziel und den Weg dorthin genau an.

Ziele lassen sich im Allgemeinen in drei Kategorien einteilen:

Das Herzensziel: Du brennst für das, was du erreichen willst. Wenn du darüber sprichst, bist du nicht zu bremsen. Deine Augen leuchten und du strahlst.

Das Kopfziel: Du weißt, dass du dies tun solltest. Du empfindest weder Leidenschaft dafür noch Abneigung dagegen, es ist einfach nötig es zu erledigen.

Das Fremdziel: Jemand erwartet, dass du etwas Bestimmtes tust. Doch dir widerstrebt es. Entweder siehst du die Notwendigkeit nicht oder du kannst diese Aufgabe nicht erfüllen. (Typische Beispiele: Anweisungen von Vorgesetzten und Erwartungshaltungen von Familie und Freunden).

Wahrscheinlich hast du schon beim Lesen die Power des Herzensziels gespürt und eine innere Übereinstimmung mit den Kopfzielen. Fremdziele fühlen sich dagegen wie eine Blockade an.

3 Zielkategorien, eine Strategie

Du glaubst wahrscheinlich, dass das Herzensziel am leichtesten zu erreichen ist. Das stimmt bedingt, denn fehlende Motivation ist oft die größte Hürde bei der Zielerreichung. Doch die wird hier in Leidenschaft verpackt gleich mitgeliefert. Das jedoch lässt uns gleichzeitig übersehen, dass wir eine gute Planung und Strategie brauchen. Denn Leidenschaft allein reicht nicht. Vor allem, wenn es ein großes Ziel ist, das vielleicht in einem halben Jahr oder einem Jahr erst erreicht wird, kann die Motivation durch Hindernisse auf dem Weg gebremst werden.

Das Kopfziel ist wahrscheinlich schon strategisch geplant, doch was macht es emotional mit dir? Arbeitest du die einzelnen Etappen ab und verlässt dich darauf, dass du diszipliniert bist und ein gutes Zeitmanagement hast? Oder fändest du es leichter, den Schwung positiver Gefühle dafür zu nutzen?

Das Fremdziel. Manchmal kann man ihm aus dem Weg gehen, manchmal aber auch nicht. Wenn du nicht drum herum kommst, musst du einen Weg finden, damit umzugehen. Das setzt vor allem eines voraus: dich intensiv mit diesem Ziel auseinander zu setzen. Dabei wirst du vielleicht deine Einstellung zu dem Fremdziel verändern, was es dir erleichtern kann oder dir auch ganz klar sagen kann: „Geht gar nicht!“

Ganz egal in welche Kategorie dein Ziel fällt, du nutzt für alle die gleiche Strategie.

Der gemeinsame Weg

Dem Herzensziel fehlt die Strategie, dem Kopfziel die Motivation, dem Fremdziel das „Warum“.

Auf unserem Planungsweg werden alle drei Aspekt überprüft und auch die Kompatibilität des Ziels mit dir.

  • Wie gut passt ihr zusammen?
  • Was passt nicht und ist zu grundlegend, so dass du es nicht weglassen kannst?
  • Macht es dein Ziel unerreichbar?
Warum ist diese Planung im Vorfeld so wichtig?

Wir erreichen unsere Ziele nicht, wenn uns auf dem Weg dorthin etwas Unerwartetes davon abhält. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, alles vorher genau zu bedenken und zu planen. Ich nutze dafür immer dieselben Unterlagen, denn so vergesse ich nichts zu berücksichtigen.

Manchmal stellt sich hierbei heraus, dass das Ziel, so wie ich es mir gedacht habe, gar nicht machbar ist. Das heißt, ich muss es anpassen oder einen Weg finden, wie es doch geht. Fällt mir das erst unterwegs auf, verliere ich die Motivation oder komme in Zeitdruck. Im Vorfeld habe ich Ruhe und den Überblick.

Wenn wir nur locker über das Ziel nachdenken, denken wir auch genau daran: an das Ziel.

Wir berücksichtigen nicht, welche Rolle wir in dem Prozess spielen und was es mit uns macht. Wenn ich meine Unterlagen zur Planung nutze, schau ich auch dort genau hin.

Gut geplant ist schon fast erreicht

Es fühlt sich gut an, einen fertigen Handlungsplan zu haben, wenn man auf ein Ziel losgeht. Ich kann dann voller Überzeugung jedem sagen: „Ich mache jetzt…“.

Mein Plan hat mir gezeigt, dass ich das Ziel erreichen werde und so bin ich selbstbewusst und offen. Das gibt anderen Menschen die Möglichkeit, mich zu unterstützen und meine Erfolge mit mir zu feiern. Das fördert wiederum meine Motivation und hilft mir weiterzumachen, wenn es mal gerade nicht rund läuft.

Bist du bereit?

Willst du raus aus der Abwärtsspirale? Hat dir dieser Artikel Mut gemacht, es einfach noch mal ganz anders zu versuchen als bisher?

Oder hast du beim Lesen einen Aha-Moment gehabt und erkannt, warum es dir manchmal schwerer als nötig gefallen ist, bis zum Ziel durchzuhalten?

Dann nutz die Möglichkeit, meine Strategie für deine Ziele einzusetzen!

In einem knackigen Online-Workshop zeige ich dir wie es geht! Anschließend kannst du dieses System auf alle deine Ziel anwenden, beruflich wie privat!

Hier gibt es weitere Infos dazu:

Ziele stecken und erreichen: So schaffst du, was du dir vornimmst!

Ich seh dich auf der anderen Seite, und dann packen wir es an!