….und wie du das für dich nutzen kannst!

Werte sind erst einmal abstrakte Begriffe, so wie Liebe, Freiheit, Ehrlichkeit etc. Erst wenn wir diesen Werten eine Bedeutung geben sagen sie uns, was für uns wichtig ist. Es gibt Werte, die für fast alle Menschen gelten, wie z.B. Liebe. Trotzdem versteht jeder etwas anderes darunter, weil „Liebe“ für jeden eine individuelle Bedeutung hat.

Werte sind ein Art von Filter. Sie dienen unserer Bewertung von Ereignissen. Sie ermöglichen uns, unsere Handlungen vor uns selbst als gute oder schlechte einzuteilen. Mit anderen Worten: was unseren Werten entspricht halten wir für gut und richtig, was unseren Werten zuwider läuft ist schlecht und falsch.

Die 3 Kategorien an Werten

  1. Einige deiner Werte sind nur in deinem Kopf. Unglaublich, oder? Aber es gibt tatsächlich Werte, von denen wir denken, dass sie uns wichtig sind, die wir aber gar nicht leben. Wenn du z.B. denkst, Gesundheit ist dir wichtig, du bei näherem überlegen aber feststellst, dass du gar nichts aktiv für deine Gesundheit tust, dann ist es ein Wert dieser Kategorie.

  1. Einige deiner Werte lebst du auch aktiv. Z.B. wenn der Wert „Gesundheit“ dir wichtig ist und du aktiv auf deine Ernährung, Bewegung und Entspannung achtest. Werte, die uns bewusst sind, aktivieren uns, etwas zu tun. Nehmen wir an du weißt, dass für deine Gesundheit regelmäßige Bewegung wichtig ist. Es ist Schmuddelwetter und dein innerer Schweinehund jault, dass er auf dem Sofa bleiben möchte. Wenn dein Wert Gesundheit stark ist gehst du trotzdem laufen.
  2. Die dritte Kategorie sind deine Ideal -Werte. Sie sind das Super plus in deinem Tank! Das sind deine ganz persönlichen Werte. Wenn du diese Werte lebst, verwirklichst du dich damit selbst. Es bringt ein riesiges Wohlgefühl, sie zu leben. Du gehst ganz darin auf, genießt es, brennst dafür. Sie motivieren dich auf´s höchste Maß!

 

Alles was wir tun steht in einer Wechselbeziehung zu unseren Werten.

Sind deine gelebten Werte zu weit entfernt von deinen Ideal-Werten, bist du unmotiviert, frustriert und kraftlos. Je deckungsgleicher sie sind umso glücklicher, zufriedener und aktiver bist du. Klingt ganz logisch und einfach, oder? Doch wenn wir genauer hinschauen sehen wir auch, dass es nicht immer ganz einfach ist, die Ideal-Werte zu leben. Wir alle sind Teile verschiedener sozialer Gemeinschaften. Da ist unser Familie, oder vielleicht sollte ich sagen: unsere Familien. Denn leben wir in einer Partnerschaft, dann hat unser Partner seine Stammfamilie mit eingebracht, die unter Umständen ganz andere Werte lebt als unsere Stammfamilie. Dann sind wir noch in unser berufliches Umfeld eingebunden, in die Nachtbarschaft und viele andere. Im gewissen Rahmen können wir Einfluss nehmen auf die dort gelebten Werte oder uns auch von dem Verband lösen, wenn die Werte nicht übereinander passen. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt. Oder anders gesagt: der Preis dafür ist manchmal sehr hoch. Oder würdest du dich von deinen Großeltern distanzieren, nur weil ihre Werte ganz anders sind als deine?

Es gibt noch einen weiteren Aspekt:

Werden deine Werte verletzt, von dir selbst oder von anderen, fühlst du dich schlecht, traurig oder wütend. Das ist etwas, was wir häufig im beruflichen Umfeld finden. Werte sind nicht feststehend. Wenn jemand sehr lange für eine Firma arbeitet, können sich die Werte auf beiden Seiten im Laufe der Zeit wandeln. Und wenn sie dann nicht mehr zusammen passen? Das ist kein Problem, wenn die Angestellte in eine andere Firma wechseln kann, die ihren Werten mehr entspricht. Das ist aber nicht immer gegeben.

Werte gehören zu unserem unbewussten Glaubenssystem.

Diese inneren Bewertungsmuster können in verschiedenen Umfeldern variieren und sich im Laufe des Lebens auch verändern. Die Werte, die dir in deinem beruflichen Umfeld wichtig sind können andere sein, als die, die dir in deinem privaten Umfeld wichtig sind.

Werte sind immer persönlich.

Wir entwickeln eigene Werte durch unsere Familie, unsere Umgebung und unsere Erfahrungen. Jeder Mensch hat seine eigene Sichtweise seiner Werte und füllt sie mit ganz persönlichen Inhalten. Das ist genau so wie in dem Beispiel mit dem Hund: wenn ich dich bitte, dir einen Hund vorzustellen, denkst du vielleicht an eine deutsche Dogge während ich einen Rehpinscher vor mir sehe. Hieran kannst du auch gut sehen wie klar du deine eigenen Werte für dich definieren musst um erkennen zu können, ob du sie wirklich leben kannst.

So, und dann werden Werte in noch zwei Kategorien unterteilt:

  1. Appetenzwerte: Bei ihnen tun wir alles, um ihre Erfüllung zu erreichen. Das Wort musst du dir nicht merken.  Wichtig ist, dass du weißt, dass diese Werte dich motivieren. Sie sind deine Antreiber. Hier findest du deine Ideal-Werte. Nichts gibt dir mehr Power als dich mit Hilfe deiner Ideal-Werte selbst zu verwirklichen. Deswegen ist es so wichtig, dass du sie genau kennst. Sie sind eine starke Voraussetzung dafür, dass du erfolgreich bist!
  2. Aversionswerte: Mit Hilfe dieser Werte wollen wir etwas Bestimmtes vermeiden. Beispiele können sein Armut, Arbeitslosigkeit, Konkurrenz. Diese Werte bringen uns weg von etwas, machen uns dadurch aber manchmal auch handlungsunfähig. Wenn du Arbeitslosigkeit vermeiden willst, bleibst du vielleicht in einem Job, in dem du unglücklich bist. Wenn du Konkurrenz vermeiden willst, machst du vielleicht keine durchschlagende Werbung für dein Angebot, weil du unterschwellig Angst hast, deine Konkurrenz könnte deine neuen Ideen kopieren.

 

Es ist sehr wichtig, dass du deine Werte kennst.

Sie sind eine Grundlage für jede Entscheidung. Wenn deine Entscheidung deinen Werten entspricht, fühlt sie sich richtig an und ist es wahrscheinlich auch. Wenn dein Wert Sicherheit ist, wirst du nicht nachts allein in einer verrufenen Gegend herrumlaufen oder einfach einen sicheren Job aufgeben. Auf der anderen Seite, wenn deine Werte nicht eindeutig sind, kommt es zu Entscheidungskonflikten.

Wertekonflikte sind Ursache von Selbstsabotage

Das kann ich dir am besten an einem Beispiel zeigen:

Eine Frau, nennen wir sie Henriette, hat studiert und ist seitdem die berufliche Erfolgsleiter stetig hoch geklettert. Ihr Appetenzwert ist: Erfolg. Sie lebt diesen Wert und er gehört zu ihren Ideal-Werten. Doch auf einer Sprosse steckt sie fest. Was sie auch versucht, sie kommt hier lange Zeit nicht weiter. Es stellt sich heraus, dass sie unbewusst einen Aversionswert hat, der auf ihrer Werteskala über „Erfolg“ steht. Dieser Aversionswert ist „Unterordnung“ und bedeutet in ihrem Wertesystem, sie darf nicht erfolgreicher sein als ihr Vater, sonst verliert sie seine Liebe. Auf der nächsten Sprosse ihrer Erfolgsleiter wäre sie erfolgreicher als er….

Lösung des Wertekonflikts

In dem Moment, in dem du merkst, dass zwei deiner Werte im Konflikt stehen, kannst du sie genau gegeneinander abwägen.

  • Wozu dient dir der Wert heute?
  • Was kannst du mit dem Leben dieses Wertes vermeiden?
  • Welchen Stellenwert hat jeder dieser Werte heute?
  • Was würde geschehen, wenn du diesen Wert nicht lebst?
  • Welcher dieser Werte steht in deinem Ranking vor dem anderen?

 

Jede Veränderung beginnt mit Bewusstwerdung.

Willst du es jetzt wissen? Wo genau du stehst und was deine Werte genau sind?

Dann nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift und ziehe dich in eine ruhige Ecke zurück. Entspann dich, lass deine Gedanken fließen und überleg, welche Werte dir wichtig sind. Welche davon lebst du? Und welche sind dir so wichtig, dass sie Selbstverwirklichung für dich bedeuten?

Werde dir deiner Werte bewusst und wie sie dein Leben und deine Bewertungen von Situationen beeinflussen. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse kannst du neue Entscheidungen treffen.

 

Im nächsten Artikel geht es um unsere Gedanken und ihren weit reichenden Einfluss.

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