Wer im Beruf Erfolg haben will, muss gesehen werden. Wie andere dabei auf uns reagieren ist wichtig für uns. Es hat Einfluss auf unser Selbstbewusstsein. Findet unser Umfeld uns und das, was wir tun, gut, werden wir bestätigt. Wir werden immer sicherer und treten selbstbewusster auf. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen uns wahrnehmen, wir mehr positives Feedback bekommen und unser Selbstbewusstsein wächst. Wir sind in einer Aufwärtsspirale.

 

 

 

 

 

 

 

So logisch dieser Prozess ist, so stellt sich dir jetzt wahrscheinlich die Frage: Und wo fängt er an? Wenn mir das Selbstbewusstsein fehlt, um mich zu zeigen, wie soll ich die Anerkennung bekommen, die mir hilft, mein Selbstbewusstsein aufzubauen? Die Antwort ist:

Dein Selbstbild ist der Ausgangspunkt dieser Spirale

Die meisten Frauen machen sich sehr viele Gedanken darüber, was andere über sie denken. Dabei ist es viel wichtiger, was sie selbst von sich halten. Um Anerkennung zu erhalten, müssen wir uns zeigen. Hier kommt es darauf an, wie wir auftreten und welche Seiten wir von uns zeigen. Frauen, die sich selbst annehmen, wie sie sind, zeigen sich viel offener und selbst-bewusster als solche, die an sich selbst zweifeln oder sich gar in Frage stellen. Deswegen möchte ich dich hier ermuntern, einmal in den Spiegel zu schauen und die tolle Frau zu entdecken, die in dir steckt!

Was für ein Bild hast du von dir selbst?

Dein Selbstbild entsteht aus vielen, sehr unterschiedlichen Quellen. Die meisten beruhen auf dem, was andere von uns erwarten. Auch, was unser Umfeld und die Werbung uns glauben machen wollen, was richtig und wichtig ist, beeinflusst, wie wir uns sehen. Diese Informationen sind im Unterbewusstsein abgespeichert. Wenn wir uns ihnen entsprechend verhalten, fühlen wir uns gut. Handeln wir entgegen gesetzt, fühlen wir uns schlecht.

Hier ist ein Beispiel dafür:

Als kleines Mädchen haben wir gelernt, welches Verhalten gut und welches schlecht ist. Viele Glaubenssätze werden in diesem Alter geprägt. Mädchen ist häufig anerzogen worden, leise zu sein, sich zurück zu nehmen, nicht aufzufallen. Wenn diese das verinnerlicht haben und sich später als Frauen in einer geschäftlichen Besprechung zu Wort melden um einen Beitrag zu leisten, sind sie häufig unsicher und sprechen leise. Das führt dazu, dass ihr Beitrag, auch wenn er sehr gut war, oft nicht entsprechend gehört und anerkannt wird. Sie selbst fühlen sich, als ob sie sich unmöglich benommen hätten und schämen sich womöglich noch dafür, dass sie offen vor allen gesprochen haben.

Dieses Gefühl in dem Moment rührt aus der Kindheit her. Es ist das Gefühl des kleinen Mädchens, das eine Regel nicht befolgt hat. Doch heute ist sie eine erwachsene Frau und sollte als solche die Situation neu bewerten. Als Teil dieses Teams ist jetzt ihre Pflicht, wichtige Informationen und Ideen mit allen zu teilen, um zum Beispiel das Projekt voran zu bringen.

Jetzt bist du wahrscheinlich verwirrt, oder? An ihrer Stelle würdest du dich jetzt fragen, ob das wirklich dein Bild von dir selbst ist oder das eines anderen. Und genau so ist es.

Du siehst dein Bild verzerrt, weil du durch die Brille eines anderen schaust

Und schon sind wir mitten in dem Hauptproblem des Selbstbildes: siehst du dich als die Frau, die du heute bist und bewertest das, was du verkörperst, nach deinen Maßstäben? Oder bewertest du dich nach den Ansprüchen und Regeln anderer Menschen? Bist du die Frau, die in der Besprechung klar und deutlich einen wichtigen Beitrag leistet, oder die, die sich nach den früheren Regeln für das kleine Mädchen verhält? Wenn du jetzt seufzst und denkst: „Ganz schön kompliziert!“ kann ich dich beruhigen. Ja nicht nur das, ich möchte dich ermutigen, hinzuschauen und dein Bild von dir zu hinterfragen!

Am Anfang fällt es dir vielleicht schwer, weil das, womit du dich beschäftigst, die Seiten an dir sind, die du jetzt grade nicht so toll findest. Das kann sich schnell ändern, wenn du beim hinsehen feststellst, dass du dich durch die Zerrbrille gesehen hast. Wenn du sie absetzt, freust du dich wahrscheinlich sehr über das neue Bild.

Ich zeige dir, wie du den Prozess in Gang setzten kannst, durch den du ein klareres Selbstbild bekommst. Je klarer dein Selbstbild ist, umso mehr bist du dir deiner selbst bewusst. Du wirst mehr Selbstachtung und mehr Wertschätzung für dich empfinden und dein Auftreten in der Öffentlichkeit wird sich verändern.

Forsche nach, wenn du dich schlecht fühlst

Ein schlechtes Gefühl ist wie ein rotes Stoppschild. Es sagt dir: „Halt an und schau dich um. Hier stimmt etwas nicht.“

Nehmen wir noch einmal die Frau aus meinem Beispiel oben. Sie wusste vom Verstand her, dass sie den Beitrag beisteuern sollte und hat es zaghaft versucht. Ihr Gefühl hat ihr anschließend signalisiert, dass sie sich falsch verhalten hat. Sie fragt sich, wo dieses Gefühl her kommt und erkennt den Zusammenhang zu ihrer Erziehung. Sie sieht auch, dass sie jetzt in einer anderen Position ist, die ein neues Verhalten erfordert. Dadurch stellt sich ein anderes Gefühl ein: die Freude, sich entsprechend der neuen Situation korrekt verhalten zu haben. Hinterfragt sie dieses Gefühl nicht, wird sie alles tun um nicht mehr damit konfrontiert zu werden. Das bedeutet für sie: sie bleibt leise, nimmt sich zurück und versucht nicht aufzufallen.

Wenn du etwas vom Verstand her tust und dein Gefühl dazu nicht stimmig ist, passt es vielleicht nicht zu deinen vorangegangen Erfahrungen.

Diese möglichen Verbindungen solltest du prüfen

1.Dein Verhalten entspricht nicht deiner Erziehung. Erziehung umfasst hier alles, was die für dich wichtigsten Personen deiner Kindheit dir über dich, dein Verhalten und die Welt beigebracht haben. Überprüfe hier, ob das, was damals richtig (oder vielleicht auch da schon nicht richtig) war, heute noch gilt. Oder solltest du hier auf Grund neuer Situationen neue Regeln für dich aufstellen?

2.  Du entsprichst nicht dem gängigen Frauenbild. Auch wenn unsere Umwelt, allen voran die Werbung, uns glauben machen will, dass wir schlank, sexy und feminin sein müssen um glücklich und erfolgreich zu sein glaube mir, dass 99,9% der Frauen keine Barbies sind. Gott sei Dank, denn sonst wäre ja unsere ganze Individualität futsch. Jede Frau ist einmalig. Und jede ist perfekt, so wie sie ist. Jeder Körper gehört zu einer ganz eigenen Persönlichkeit. Dein Körper zu deiner. Schließ Freundschaft mit ihm. Nimm dich an, so wie du bist. Wenn du deinen Körper verändern willst, stell sicher, dass es dein Wunsch ist. Tu es nicht, um mit andern konform zu sein.

Überlege einmal, ob du die Frau bist, die du gerne sein möchtest. Oder bist du die Frau, die so ist, wie andere sie gerne hätten? Was müsst sich ändern, damit du deinem Wunschbild von dir entsprichst? Und ich meine hier nicht nur körperlich, sondern auch vom Wesen her. (Schau auch mal hier: Werde die die du sein willst)

3. Dein Verhalten widerspricht deinen Werten. Die Werte, die wir verinnerlicht haben, sind uns nicht immer alle bewusst. Wenn unsere Handlungen ihnen nicht entsprechen, entstehen negative Gefühle. Manchmal ist es daher auch wichtig, die eigenen Werte zu überdenken. Wie deine Werte entstehen und wann du sie anpassen solltest erfährst du hier: Wie deine Werte dein Leben beeinflussen

4.  Du bist zu hart zu dir selbst. Mit uns selbst gehen wir immer am härtesten ins Gericht. Das ist in keiner Weise fair und auch nicht sinnvoll. Negative Gedanken halten wir auch sehr lange fest. Dieses Gedankenkarussel verfestigt deine negativen Gefühle über dich. Mehr dazu findest du in diesem Artikel.

Dein Weg vom Selbstbild zum Selbstbewusstsein

Je öfter du negative Gefühle hinterfragst, umso besser kannst du sie aufräumen. Das ist nichts, was du mal eben wie einen Frühjahresputz machst. Es ist eher, wie die Instandsetzung eines verwilderten Gartens. Du nimmst dir eine Ecke nach der anderen vor. Unkraut ziehst du raus, was schön oder nützlich ist, lässt du drin. In einigen Ecken pflanzt du etwas ganz neues. Und obwohl du immer nur ein Eckchen nach dem anderen siehst und bearbeitest, merkst du nach einem Jahr auf einmal, dass sich das gesamte Erscheinungsbild deines Gartens geändert hat. Er wirkt aufgeräumt und schön und du lädst gerne Menschen ein, ihn zu besuchen.

So wird es auch dir ergehen. Du lernst dich selbst immer besser kennen. Situationen, die dich verunsichern, und deine Reaktionen darauf verstehst du besser. Du bekommst ein klareres Selbstbild von dir und öffnest dich anderen Menschen mehr. Weil du dich besser verstehst, kannst du dich selbst mehr annehmen. Du wirst immer selbstbewusster und traust dich, dich zu zeigen. Der erste Schritt ist getan. Der Grundstein, für die Spirale ist gelegt. Jetzt leg einfach los und fang in einer kleinen Ecke deines Gartens an!

Mit meine Impulsbriefen ist du immer auf dem Laufenden!

Ja, ich will noch mehr Impulse!

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