5 Schritte und ein Extratipp für deine nachhaltige Veränderung

Kennst du sie auch, die guten Vorsätze? Sachen wie: Ich will mehr für meine Gesundheit tun, mal wieder eine Weiterbildung machen oder mein neues Projekt weiter vorantreiben? Es ist Zeit für eine Veränderung! Und dann passiert…NICHTS! Und spätestens nach dem zweiten Mal hast du aufgegeben, weil es ja doch nichts bringt!

Nun, es konnte auch nichts bringen. Sorry, dass ich hier so gerade heraus bin, aber diese Vorsätze waren nichts anderes als Wünsche. Zugegeben, manchmal gehen sie in Erfüllung, oft aber auch nicht.

Ähnlich verhält es sich auch mit Veränderungen, die wir in der Familie anstoßen. Sollen Pflichten von der Hausfrau auf die Familienmitglieder umgelagert werden, stößt dies meist auf kollektiven Widerstand. Wenn das Ziel nicht gut durchdacht ist, ist es an dieser Stelle häufig zum Scheitern verurteilt.

Nehmen wir mal an, du möchtest mehr arbeiten oder mehr Zeit für dich und brauchst daher Entlastung im Haushaltsjob. Es gibt dort viele Aufgaben, die nicht ausschließlich von dir erledigt werden müssen, so dass sie delegiert werden könnten. Du kennst die Kompetenzen deiner Familienmitglieder und teilst jedem entsprechend Aufgaben zu. Was passiert?

Wahrscheinlich ist eine der folgenden 3 Varianten:

  1. Die Familienmitglieder verstehen die Notwendigkeit und sind gerne bereit, ihren Teil dafür zu leisten. Das ist sicher für uns alle die Traumvariante! Nur leider ist sie auch die Unwahrscheinlichste. Oft tritt sie nur dann ein, wenn noch zusätzlicher Druck von außen kommt, der z.B. an der Existenzsicherung rüttelt.
  2. Die Familienmitglieder scheinen die Notwendigkeit einzusehen und übernehmen halbherzig Aufgaben. Nach einiger Zeit fangen sie an, ihre Aufgaben oberflächlich zu erledigen und dann auch mal hin und wieder ganz zu vergessen.
  3. Offener Widerstand und Boykott

Dieses Beispiel gilt übrigens nicht nur für den Haushaltsjob, sondern ist auch übertragbar für auf Veränderungen in anderen Jobs.

Der einzige Aspekt, der bei bezahlten Jobs dazu kommt, ist die Möglichkeit der Weisungsbefugnis. In dem Fall tritt Punkt 1 in Kraft. Die Aufgaben werden vielleicht nicht gerne übernommen, aber sie werden gewissenhaft erledigt. Wo die Weisungsbefugnis jedoch nicht gegeben ist kommt es häufig zu ähnlichen Reaktionen wie unter Punkt 2 und 3.

Was passiert auf deiner Seite, wenn die von anderen übernommenen Aufgaben nur schlecht oder gar nicht erledigt werden oder dir gar der offene Widerstand entgegen bläst??

Ganz ehrlich? Ich glaube, häufig trifft uns das unvorbereitet. Wir gehen doch meist davon aus, dass andere so hilfsbereit sind wie wir selbst. Wir haben es die ganze Zeit für andere getan, da müssen sie doch sehen, dass es notwendig und fair ist, dass sie es jetzt übernehmen.

Nein, tun sie eben nicht! Und wir tun gut daran, solche möglichen Reaktionen einzuplanen und vorbereitet zu sein. Vorbereitet sein heißt in diesem Fall, dass du ganz genau weißt, was du willst und alles gut durchdacht hast. Hast du das nicht vorher getan, wirst du schnell unsicher und stellst vielleicht die ganze Aktion oder deine eigenen Bedürfnisse in Frage.

Die folgenden 5 Punkte und mein Extratipp geben dir die Sicherheit, die du brauchst, um eine Veränderung durchzuziehen:

  1. Mach aus deinen Wünschen Ziele

Ein Wunsch ist wage. Du hast zwar das Gefühl, dass er sehr konkret ist, aber im Vergleich zu einem Ziel ist er das überhaupt nicht. Ein Ziel hat immer einen Startpunkt und eine Ziellinie und beide sind klar definiert. Aus diesen beiden Punkten ergibt sich die Strecke, in diesem Fall das Handlungsmuster, das du entwickeln musst, um von A nach B zu kommen. Wenn zwischen A und B eine lange Strecke oder ein großer Zeitraum liegen, ist es wichtig, Zwischenziele einzuplanen. An ihnen siehst du, dass du immer noch auf dem richtigen Weg bist und ob dein Zeitplan noch stimmt. Außerdem wirkt es wunderbar motivierend, zwischendurch kleinere Ziele zu erreichen.

  1. Ziele müssen positiv formuliert sein.

Warum? Was passiert, wenn ich dich jetzt bitte, nicht an einen rosa Elefanten zu denken? (Ja, ich sehe ihn jetzt gerade auch 🙂 ). Der Grund dafür ist ganz einfach: Wir denken in Bildern. Was wir nicht sehen können, können wir auch nicht in einem Bild abbilden. Deswegen vermeide alle Negationen wie kein, nicht, nie und ähnliches. Wenn du eine Diät machst und dir ständig sagst, heute esse ich keinen Zucker, dann hört dein Gehirn dauernd „Zucker, Zucker, Zucker“, schüttet Insulin aus und macht dir Heißhunger auf Süßes.

Um unser Ziel zu erreichen müssen wir es im Blick behalten wie ein Pilot den Flughafen beim Landeanflug. Wenn wir das im Blick haben, was wir nicht wollen, bekommen wir das leider auch. (Was ja zeigt, dass das mit dem Fokus funktioniert 😉 ).

  1. Ziele müssen schriftlich niedergelegt sein

Dadurch werden sie verbindlicher und bekommen die Qualität eines Vertrages mit dir selbst. Du kannst sie auch auf einen Zettel schreiben und ihn an einer Stelle anbringen, wo du ihn immer wieder siehst. So erinnerst du dein Unterbewusstsein ständig daran, wo die Reise hingeht. Wichtig ist, dass du dein Ziel ganz genau formuliert hast. Es darf keine Frage offen bleiben, damit du auch genau erkennen kannst, wann dein Ziel erreicht ist. Was genau muss eingetreten sein, dass du weißt, du hast dein Ziel erreicht? Woran genau erkennst du das? Wenn dein Ziel einer etwas längeren Beschreibung bedarf, dann halt es damit so genau wie möglich fest. Um dein Ziel immer vor Augen zu haben, bilde danach einen Zielsatz, den du mit den Inhalten dieses Textes in Verbindung bringst und tue diesen irgendwo hin, wo du ihn häufig siehst und dein Unterbewusstsein erinnert wird.

  1. Ziele dürfen keine Vergleiche enthalten

Auch Vergleiche enthalten implizite Negationen. Auch hier bleibt der Fokus auf dem Zustand, von dem du weg willst. Du willst „mehr Geld verdienen“, „besser sein als XY“ oder „erfolgreicher als Z“? Dein Unterbewusstsein kann damit nichts anfangen und wir erreichen unsere Ziele wesentlich leichter, wenn es uns hilft. Außerdem ist es fatal, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Jeder Mensch hat ganz individuelle Voraussetzungen. Damit meine ich nicht nur seine Bildung oder Familienverhältnisse, die offensichtlich sind. Es spielen noch so viele andere Aspekte eine Rolle, wenn es darum geht, Ziele zu erreichen, die nicht klar ersichtlich sind, so dass wir die Voraussetzungen anderer Menschen überhaupt nicht abschätzen können. Wichtig ist, dass deine Ziele in deinem Kompetenzbereich liegen 😉

  1. Ziele müssen terminiert sein

Lege eine realistische Deadline fest. Das zwingt dich, im Handeln zu bleiben und nicht abzurutschen in ein „ach ne, heute mal nicht“. Hier möchte ich dich auch noch einmal daran erinnern, bei langfristigen Zielen Zwischenziele einzubauen. Wenn die Zeitfenster zu groß sind haben wir die Tendenz zu denken, dass ja noch so viel Zeit ist und es gar nichts ausmacht, wenn wir heute einmal nicht an unserem Ziel arbeiten. Und dann häufen sich diese Tage ganz unauffällig und auf einmal kommen wir in Zeitdruck. Das kannst du mit Zwischenzielen vermeiden.

Mein Extratipp: Bedenke, dass Ziele den Verzicht auf etwas fordern

Das ist etwas, das vielen Menschen am Anfang nicht bewusst ist, denn die Veränderung findet zuerst einmal im Kopf statt.  Sie sind voller Euphorie, sie sehen sich schon, wie sie als glorreiche Siegerin ihr Ziel erreichen und haben grob im Kopf, was sie auf dem Weg dorthin machen müssen. Auf halber Strecke spüren sie auf einmal die Konsequenzen ihres Tuns. Sie haben vielleicht nicht bedacht, welche Auswirkungen die  Erreichung ihres Ziels auf ihre Familie, ihre finanziellen Verhältnisse, ihre Freundschaften haben.

 

Kehren wir noch einmal zu dem Beispiel am Anfang zurück.

Als erstes legst du fest, welche Aufgaben du delegieren möchtest. Du erkennst, dass dein Ziel erreicht ist, wenn alle ihre Aufgaben erledigen, ohne dass du dich in irgendeiner Weise darum kümmern musst. Wichtig ist, dass du festlegst, wie gut die Aufgaben zu erledigen sind. Meist gehen wir davon aus, dass andere es so gut machen wie wir selbst. Da Vergleiche nicht zulässig sind, können wir das so in der Zielerreichung nicht schreiben und hier sehen wir auch warum. Jemand, der eine Aufgabe neu übernimmt und noch nicht so viel Übung hat wie wir nach (vielleicht) Jahren, muss eventuell noch lernen. Das heißt, du solltest in diesem Fall für dich genau definieren, wann eine Arbeit gut genug erledigt ist, dass für dich das Ziel erreicht ist. Bist du bereit, eine Falte in der Bluse zu übersehen, Hauptsache du musst nicht selbst bügeln?

Zu welchem Verzicht fordert dieses Ziel dich auf? Es könnte vielleicht etwas Harmonie kosten, wenn du darauf bestehst, dass Aufgaben gründlich erledigt werden. Vielleicht beschert es dir ein paar maulende Kinder oder einen schlecht gelaunten Mitarbeiter. Kannst du das in Kauf nehmen? Oder brichst du dann ein? Weichst du von deinem Ziel ab?

Denk über diese 5 Punkte genau nach und spiel die Situationen im Kopf durch bevor du auf dein Ziel losgehst. So bist du bestmöglich vorbereitet.

Ich habe für dich  ein Arbeitsblatt vorbereitet, mit dem du dein Ziel noch genauer prüfen kannst.

Du kannst es dir HIER herunter laden und sofort mit der Planung anfangen.

In den kommenden Artikeln zeige ich dir noch weitere Punkte, die wichtig für dich sind um nachhaltig Veränderungen in dein Leben zu bringen und Ziele zu erreichen.

Was kannst du jetzt tun?

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Für eine  gewünschte Veränderung ist es nötig neue Gewohnheiten, neue Denkweisen und neue Strategien zu entwickeln. Das geht weit über Zielsetzung hinaus und ich möchte dich mit meinem Wissen dabei unterstützen. Außerdem teile ich mit den Lesern meiner Briefe auch Dinge, die ich sonst nirgendwo anders teile.

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Was mich jetzt noch interessieren würde: Welche Veränderung, welches Ziel möchtest du erreichen? Hinterlass mir deine Antwort in den Kommentaren.

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