Der Verstand gibt uns Menschen die Möglichkeit, unser Leben zu planen. Wir haben jederzeit die Möglichkeit, durch das Treffen von Entscheidungen unseren Lebensweg zu beeinflussen. Manchmal behalten wir ihn bei oder korrigieren ihn nur leicht. Ein anderes Mal ändern wir ihn radikal.

Die Freiheit der Entscheidung birgt eine große Verantwortung in sich: sie macht uns zum Schöpfer unseres Lebens.

Die Rahmenbedingungen für diese Freiheit waren nicht immer gleich. Noch nie war unsere Entscheidungsfreiheit so groß wie heute. Während der Mensch früher die Gemeinschaft, in die er geboren wurde, häufig ein Leben lang nicht verließ, ist es heute normal, für einen Job kreuz und quer durch Deutschland zu ziehen.

Vorangegangene Generationen hatten weniger Möglichkeiten, durch individuelle Entscheidungen ihre Persönlichkeit zu entfalten. Sie waren eingebunden in feste Strukturen, durch die ihr Lebensweg zum Teil festgelegt war. Das war gut und gab ihnen Sicherheit, wenn dieser Weg ihren Neigungen entsprach und sie sich damit wohl fühlten. Es war fatal, wenn sie ihr Leben mit etwas verbringen mussten, in das sie wie in ein Korsett gezwungen wurden. Einige brachen aus. Sie nahmen sich die Freiheit und wurden damit zu Rebellen.

Heute sind die Strukturen lockerer.

Wir haben die Wahl, ob wir in der (scheinbar) sicheren Struktur einer Festanstellung bleiben wollen oder uns in einer selbst gewählten Selbstständigkeit entfalten wollen. Es ist eine große Entscheidung. Ist sie erstmal zu Gunsten der Selbstständigkeit gefallen, müssen noch sehr viel mehr Entscheidungen gefällt werden. Manche fallen leicht, andere nicht.

7 Punkte, die es dir schwer machen, eine Entscheidung zu treffen

  • Es fällt uns schwer, zwischen Dingen zu entscheiden, von denen keines eindeutige Vorteile hat. Wenn wir nicht sicher sind, die beste Wahl treffen zu können, kommt die Angst auf, wir könnten uns falsch entscheiden. Das würde für uns negative Konsequenzen bedeuten. Wir sind nicht sicher, dass wir damit umgehen können und versinken in Gedanken in einem worst-case-szenario.
  • Es gibt zu viele Auswahlmöglichkeiten. Auch hier haben wir wieder Angst, vor der falschen Entscheidung und ihren Folgen.
  • Menschen, die uns viel bedeuten, raten uns zu einer Entscheidung, die wir so nicht treffen würden. Das verunsichert uns. Wir stellen in Frage, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben.
  • Wir wissen, wofür wir uns entscheiden sollten und treffen diese Entscheidung nicht, weil wir Angst vor der Herausforderung haben, die dann folgt.
  • Wir haben Angst vor dem, was andere über uns denken, wenn wir die Entscheidung treffen.
  • Wir haben zu wenige Informationen, um die Entscheidung zu treffen.
  • Keine Entscheidung zu treffen ist auch eine Entscheidung. Sie ist meist sehr unbefriedigend, weil uns das Thema weiter beschäftigt und Energie und Aufmerksamkeit fordert.

So kannst du eine gute Entscheidungen treffen!

Die landläufige Meinung ist, dass gute Entscheidungen mit dem Kopf getroffen werden. Menschen, die nach Bauchgefühl entscheiden, werden häufig belächelt. Tatsache ist, dass wir beides brauchen, um eine gute Entscheidung zu treffen.

Daher beinhalten meine folgenden Tipps für dich beide Aspekte.

Leg die Rahmenbedingungen für deine Entscheidung fest:

  • Bis wann willst du sie getroffen haben?
  • Welche Informationen musst du bis dahin noch beschaffen, die du für die Entscheidung benötigst?

Werde dir darüber klar, was du möchtest:

  • Zu welchem Ergebnis soll deine Entscheidung für dich führen (zum Beispiel „mehr Freiheit“ oder „mehr Sicherheit“)
  • Wofür entscheidest du dich, wenn du dich unabhängig machst von der Meinung und der Erwartungshaltung deines Umfeldes?
  • Was ist ein persönlicher Antrieb?

Wie entscheidet dein Kopf?

  • Mach eine Pro- und Kontraliste für alle Entscheidungsalternativen.
  • Sammele alle Argumente und bewerte sie in ihrer Wichtigkeit. Das kannst du tun, indem du sie nach Prioriät untereinander schreibst oder ihnen Punkte gibtst.

Was fühlt dein Bauch?

  • Nimm dir Zeit für dich in einer ruhigen Umgebung. Entspann dich. Dann nimm deine Liste zur Hand und geh jeden einzelnen Punkt durch. Achte dabei auf die Gefühle, die jede einzelne Alternative bei dir auslöst.
  • Fühlst du dich wohl?
  • Kommen dir gleich positive Gedanken? Oder löst es Druck bei dir aus? Kommen Sorgen hoch?

Schlaf drüber

Im Schlaf sortieren sich alle Informationen, die wir den Tag über aufgenommen haben. Wichtiges und Unwichtiges werden voneinander getrennt, Zusammenhänge werden hergestellt. Wie oft kommt uns morgens plötzlich eine grandiose Idee beim Duschen? Wie einfach fällt uns auf einmal eine Entscheidung, mit der wir gestern noch gehadert haben!

Triff deine Entscheidung in einem ruhigen Grundzustand

Stress und Druck sind schlechte Ratgeber. Sie bringen häufig die Angst mit ins Spiel. Bei Angst geht unser Körper in den Flucht- oder Kampfmodus und entzieht dem Gehirn Kapazitäten. Deswegen solltest du Entscheidungen auch nicht bis zum letzten Moment aufschieben.Wenn du merkst, dass eine Entscheidung dich unter Druck setzt, kannst du einen Trick nutzen: stell dir vor, es deine beste Freundin, die diese Entscheidung für sich treffen soll. Was würdest du ihr sagen?

Sei bereit deine Komfortzone zu verlassen

Das Verlassen von gewohntem Terrain ist immer mit Anstrengung, manchmal auch Unwohlsein verbunden. Doch es ist wichtig, um uns weiter zu entwickeln. (Mehr dazu findest du hier) Manche Entscheidung wird dich veranlassen, genau diesen Schritt zu tun. Überleg einmal, wie oft du das schon getan hast. Und wie viele schwierige Situationen hast du schon gemeistert?

Fazit

Um die große Freiheit zu nutzen, die wir heute haben, müssen wir immer mehr Entscheidungen treffen. Das gibt uns gleichzeitig die Chance, unser Leben nach unseren Wünschen zu gestalten. Wenn du ein klares Herzensziel hast, das du verfolgst, wird es dir leicht fallen, diese Entscheidungen in seinem Sinne zu treffen. Bei großen Entscheidungen ist es gut, sich auch mit anderen darüber auszutauschen. Wenn du den Rat von jemandem annimmst, ist es wichtig, vor welchem Hintergrund dich jemand berät. Manchmal sind nicht die Menschen hilfreich, die uns am nächsten sind, sondern diejenigen, die sich im Thema besser auskennen.

Wenn ich dich jetzt neugierig gemacht habe und du mehr dazu erfahren möchtest, „Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft“*, dann empfehle ich dir das gleichnamig Buch von Bas Kast. Es ist wissenschaftlich fundiert und einfach zu lesen. Ich habe es verschlungen. Und vielleicht hilft es auch dir, deiner Intuition wieder mehr zu vertrauen, wenn du weißt, wo sie herkommt. Denn sie ist eine wertvolle Hilfe für dich, wenn du dich entscheiden musst!

Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft: Die Kraft der Intuition*

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