Was ist Mentaltraining und wofür brauchst du es?

Das Wort „mental“ bezieht sich auf den menschlichen Geist und seine Funktionsweise. Wir wissen heute, dass unser Leben durch unsere Gedanken gesteuert wird . Diese Gedanken lösen Gefühle aus, die uns motivieren oder ausbremsen können. Sie beeinflussen, wie wir die Welt wahrnehmen und sehen. Es gibt Gedanken, die wir bewusst herbeiführen indem wir uns mit einem Thema beschäftigen. Es gibt aber auch Momente, in denen wir nicht aktiv nachdenken. Dann blitzen oftmals alte, schon mal gedachte Gedanken auf. Was da aufblitzt sind in der Regel Dinge, mit denen man sich vorher intensiv beschäftigt hat. Und häufig sind das eher negative Dinge. Etwas worüber man sich geärgert hat oder ungeklärte Situationen. Negative Gedanken ziehen negative Gefühle nach sich. Dieser Vorgängen sind wir uns häufig nicht bewusst. Aber wir merken, dass wir nicht gut drauf sind. Irgendwie kommen wir nicht in Schwung, haben das Gefühl festzustecken. Kommt dir das bekannt vor? (Mehr über die Auswirkungen deiner Gedanken auf deine Gefühle erfährst du hier)

 

Wie Mentaltraining dir helfen kann

Mentale Stärke entscheidet darüber, ob jemand erfolgreich wird oder nicht. Im Sport hat man das schon vor langer Zeit erkannt. Profisportler haben Mentaltrainer an ihrer Seite. Mit ihrer Hilfe erlangen eine geistige Stärke, die es ihnen ermöglicht, durchzuhalten, wenn es schwierig wird und ihr Ziel zu erreichen, wenn es anderen unmöglich erscheint.

Mentales Training ist verwandt, aber nicht gleich zu setzen mit positivem Denken. Es zielt darauf ab, die positiven Aspekte der zu erreichenden Leistung ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Sich auf positive Möglichkeiten zu fokussieren fördert die Motivation. Mit Hilfe dieser Motivation erreichst du positive Ergebnisse. Diese beeinflussen wiederum, wie du dich selbst siehst. Ob du dich als unwichtig und unfähig einstufst, oder als relevant und kompetent. Tatsächlich fokussieren sich viele Menschen auf ihre Fehler und Schwächen. Sie nehmen eher wahr, was nicht funktioniert und prägen damit das Bild von sich selbst negativ.

Beide Varianten bewirken ein unterschiedliches Gefühlsleben, das entweder motivierend oder demotivierend wirkt.

 

Henry Ford hat es auf den Punkt gebracht:

 

Versuch doch mal, dich mehr auf das Positive zu konzentrieren und schau, was das mit dir macht! Das ist ein guter Anfang, ein erster Schritt.

Aber der bloße Vorsatz etwas zu ändern reicht in der Regel nicht aus. Meist bestehen diese Vorsätze daraus, etwas zu unterdrücken („Ich esse keine Schokolade mehr“, „Ich rauche nicht mehr“, „Ich grüble nicht mehr so viel“). Werden wir dann mit dem, was wir uns verbieten, konfrontiert reagieren wir erregt. Dadurch verstärkt es sich noch. So kommen wir in einen nie enden wollenden Kreislauf.

Kurz: Mentale Kontrolle gelingt nicht durch Unterdrückung, sondern durch Verinnerlichung des neuen gewünschten Ist- Zustandes.

 

3 Dinge, die du unbedingt für Mentaltraining brauchst und ein wichtiges Detail

1 ) Auf dem Weg

Was immer du auch verbessern oder erreichen möchtest, du musst wissen wie das geht. Ich meine vom Handlungsablauf. Du musst die Fähigkeiten haben, es durchzuführen. Wenn eine Nichtschwimmerin Olympiasiegerin im Schwimmen werden will, muss sie erst schwimmen lernen. Hast du alle Fähigkeiten, die du brauchst oder musst du noch etwas lernen, bevor du dein Ziel in Angriff nehmen kannst? Dann plan es direkt mit ein. Finde heraus, wie und wo du es erlernen kannst. Betrachte es als ein Etappenziel auf dem Weg zu deinem neuen, gewünschten Ist- Zustand.

 

2) Das Ziel

Lege den neuen gewünschten Ist- Zustand als glasklares, Bomben- sicheres und für dich erreichbares Ziel fest! Wie das geht? Guck mal hier: in diesem Artikel  habe ich es genau beschrieben. Du findest dort auch den Link zu meinem kostenlosen Leitfaden, der dich Schritt für Schritt durch den Prozess führt.

Denk am besten erst gar nicht darüber nach, es einfach mal so im Kopf durchzuspielen. Das funktioniert nicht! Erst wenn du dein Ziel (also den neuen gewünschten Ist-Zustand) konkret durchdacht und geplant hast, hat dein Unterbewusstsein ein ganz klares Bild, wo du genau hin willst. Du kannst dir das so vorstellen, also ob du nach London möchtest. Wenn du dein Ziel (London) nicht ordentlich ins Navigationsgerät eingibst, kann es passieren, dass du in Oxford landest anstatt in London.

Ich sehe grade förmlich, wie du stutzt und dich fragst, wieso ich dein Unterbewusstsein mit einem Navigationsgerät vergleiche. Weil es eines ist. Bis zu 95% unseres Wissens ist im Unterbewusstsein abgespeichert. Obwohl diese Informationen uns nicht bewusst sind, beeinflussen sie unser Leben. Überleg einmal, wie viele Dinge du unbewusst tust! Was du einmal gelernt hast und dann häufig tust läuft nach einiger Zeit automatisch ab. Laufen, Kaffee kochen, Wohnungstür abschließen um hier nur einige zu nennen. Ist dir das auch schon mal passiert, dass du die Wohnung verlassen hast und nicht wusstest, ob du die Tür abgeschlossen hast? Und natürlich war sie abgeschlossen, als du kontrolliert hast.

Mit dem Mentaltraining wollen wir genau das erreichen. Unser Unterbewusstsein soll uns auf dem richtigen Weg zum Ziel halten, auch wenn wir grade nicht aktiv daran denken. Es hilft uns, von den ca. 2000 Impulsen, die pro Sekunde auf uns einprasseln, die Eindrücke aus unserer Umwelt aufzunehmen, die für die Erreichung unseres Ziels wichtig sind. Denn wir können nur 4-6 davon verarbeiten.

Die Frage, die sich dir jetzt wahrscheinlich stellt, ist, wie du dein Ziel in dein  Unterbewusstsein einprogrammieren kannst.

Das bringt uns zu der dritten Vorraussetzung für Mentaltraining:

 

3)  Der Start – Die Programmierung deines Navigationsgerätes

Im Kern geht es darum, sich auf die positiven Aspekte eines zu erreichenden Ziels zu konzentrieren. Das geschieht nicht nur, indem wir darüber nachdenken, sondern indem wir im Kopf einen 3D Film produzieren. In diesem sind wir selbst die Hauptdarstellerin. Man nennt das auch „visualisieren“.

Deine Aufgabe ist es dabei, dich erstmal tief zu entspannen. Dabei kann dir eine Entspannungstechnik helfen. Wenn du noch keine für dich gefunden hast, schau mal hier  in meinem Artikel, ob da die passende Anregung für dich dabei ist. Der Zustand, den du durch eine dieser Techniken erreichst, ähnelt dem kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. Diese Zeiten kannst du auch gut für deine Visualisierungen nutzen.

Das Thema deines Films ist die Situation der Zielerreichung. Stell sie dir so genau wie möglich vor. Diesen Schritt solltest du täglich wiederholen. So wie der stete Tropfen den Stein höhlt, so festigst du dein Ziel mehr und mehr in deinem Unterbewusstsein. Die Einstellung deines persönlichen Navigationsgerätes wird immer präziser. Du kommst immer leichter ins Tun, weil Handlungen öfter als bisher automatisch oder rituell ablaufen. Wenn du zum Beispiel für einen Marathon trainierst wirst du dich bei Schnee und Regen nicht mehr fragen, ob du trainierst. Du wirst es einfach tun!

Ganz wichtig!

Du musst es tun. Manchmal haben Menschen die Vorstellung, dass sie Mentaltraining einsetzen und dann nur warten zu brauchen, bis das Gewünschte eintrifft. Das ist nicht das Ziel von Mentaltraining und es funktioniert so auch nicht!

Mentaltraining unterstützt dich dabei, deine Aufgaben besser, effizienter und fokussierter zu erledigen. Du optimierst damit deine Handlungsabläufe. Es gibt dir Motivation und Durchhaltevermögen. Du erreichst dein Ziel schneller und sicherer.

Aber es ist kein Ersatz für deine Handlungen!

 

Noch ein paar Gedanken zu Einsatzmöglichkeiten

Mentaltraining kannst du nutzen um

  • Verhalten zu ändern (zum Beispiel Essgewohnheiten oder Morgenroutinen)
  • Ziele zu erreichen (persönliche und berufliche)
  • Selbstbewusstsein zu stärken
  • Dein Mindset für bestimmte Situationen zu stärken (wie Preisverhandlungen)
  • Deine emotionale Grundhaltung zu beeinflussen

 

Wenn du Mentaltraining für dich nutzen möchtest und dabei Unterstützung brauchst, helfe ich dir gerne weiter!

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Ja, ich will noch mehr Impulse!

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